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SoVD-Kreisverband Mönchengladbach

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Aktuelles

Zufriedene Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung

Reinhardt Heinen und Karin Gisbertz

Für viele Mitglieder des SoVD in Mönchengladbach ist es eine Selbstverständlichkeit, an der Jahreshauptversammlung teilzunehmen. So erschienen sie zahlreich auch am 23.Mai 2018 trotz Pfingstferien zur Jahreshauptversammlung im Restaurant „St. Vith “. „Eine Ehre und eine schöne Anerkennung“, freute sich der Kreisvorsitzende Reinhard Heinen. Heinen bedankte sich bei den Unternehmen, die den SoVD bei der Erstellung einer Broschüre durch ein Anzeigeninserat unterstützten und ohne deren Hilfe man die Kosten nicht hätte bewältigen können. Für das abgelaufene Jahr zog Heinen eine positive Bilanz. Im Rahmen der Sozialberatung wurden neben der allgemeinen Beratung ca. 160 Antrags - und Widerspruchverfahren durchgeführt. Immer häufiger kämen Mitglieder mit Fragestellungen und Verfahren zu Pflegestufen, Behinderungsgraden und Grundsicherung bzw. Sozialhilfe in die Geschäftsstelle.  Der SoVD sehe es als seine Aufgabe an, für die Rechte der Mitglieder zu kämpfen. Im abgelaufenen Jahr konnten bis auf wenige Fälle alle Verfahren ohne ein Klageverfahren abgeschlossen werden.

Heinen freute sich, auch in diesem Jahr wieder Jubilare für ihre langjährige Mitgliedschaft im SoVD  (von 10 bis 30 Jahren) ehren zu können. Anschließend wurde der Kassenbericht sowie der Bericht der Kassenprüfer vorgetragen. Die Entlastung des gesamten Vorstandes erfolgte einstimmig. Der Vorstand wurde auch einstimmig wiedergewählt. In der konstituierenden Sitzung wurden ferner Frau Yema Gisbertz als Frauensprecherin und Frau Judith Wolf als Beisitzerin gewählt. Heinen hat sich zeit das Ziel gesetzt, jüngere Mitglieder zu motivieren, sich mit den Vorstandsarbeiten vertraut zu machen, um später Positionen im Vorstand übernehmen zu können. Das frühzeitige Heranführen an die Vorstandsarbeit soll langfristig die erfolgreiche Existenz des SoVD sichern. Damit gehe auch eine verantwortungsvolle Nachfolgeplanung im Sinne einer Verjüngung des Vorstands einher. 

Mutig, klug und kompetent - Karin Gisbertz hilft Ratsuchenden seit 1968

Reinhard Heinen und Karin Gisbertz

Sie sind ein starkes Team, Sozialberaterin Karin Gisbertz und Reinhard Heinen, der Vorsitzende des SoVD-Kreisverbands Mönchengladbach. Karin Gisbertz ist eine ganz besondere Persönlichkeit. 2010 hatte sie sich nach 42 Jahren als Sozialberaterin des SoVD im Kreis Mönchengladbach in den – keine Floskel - wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Acht Jahre ist das jetzt her und es hätte das Ende der Geschichte von Karin Gisbertz und dem Verband sein können. Doch da hatte sie die Rechnung ohne den Kreisvorsitzenden gemacht. Reinhard Heinen redete nicht lange um den heißen Brei, sondern fragte „seine“ Sozialberaterin, ob die nicht – Ruhestand hin oder her – die Beratung in der Mönchengladbacher Geschäftsstelle einfach fortführen könne. Und zur Freude des Vorsitzenden sagte sie Ja. Bereut hat Karin Gisbertz diesen ungewöhnlichen Schritt bis heute nicht: „Die Arbeit ist eine tolle Herausforderung, die mich geistig fit hält. Und ich kann meine Erfahrung einsetzen, um Menschen, die Rat benötigen, helfen zu können. Das fühlt sich einfach richtig an und macht mir viel Freude“.

50 Jahre ist es jetzt her, dass Karin Gisbertz im Verband anheuerte und sich im Nu zu einer kompetenten und engagierten Sozialberaterin mauserte. Aber sie hält sich nicht lange mit der Vergangenheit und ihren Erfolgen, den vielen, vielen gewonnenen Verfahren auf: „Viel spannender sind doch die aktuellen Fälle, wo ich mich reinknien muss, damit wir die für unsere Mitglieder ebenfalls gewinnen.“ Der 48-jährige Mann, der an Migräne, Rückenproblemen und Schmerzen in den Knien leidet, ist so ein Fall. Die Krankenkasse hat ihm das Cannabis-Medikament, das ihm helfen würde, nicht bewilligt und dass trotz der neuen Rechtslage, wonach Cannabis zur Schmerzlinderung durchaus verschrieben werden kann und die Kasse das dann auch zahlen müsste: „Ich bin zuversichtlich, dass wir das durchkriegen. Ich hab mich jetzt erstmal an den Vorstand der Krankenkasse gewandt und um Überprüfung des Falles gebeten“, so Gisbertz.

Worüber sie sich maßlos ärgern kann, ist, wenn hilfsbedürftige Menschen bei den zuständigen Ämtern als Bittsteller wahrgenommen werden und über ihre Rechte nicht umfassend oder sogar falsch informiert würden: „Sie dürfen zum Beispiel als Hartz-IV-Bezieher nach Belieben umziehen, wenn die Miete im zulässigen Rahmen bleibt. Immer wieder wird hier aber vom Jobcenter der Eindruck erweckt, das sei genehmigungspflichtig.“ Bei solchen Fällen scheint Gisbertz zu Hochform aufzulaufen. Einer türkischen Familie, die in einer verschimmelten Wohnung wohnte und umziehen wollte, aber angeblich nicht durfte, half sie, in dem sie dem Amtsleiter „drohte“, das Gesundheitsamt einzuschalten. Und siehe da, plötzlich wurde der Umzug in die (nicht teurere, aber „schimmel-freie“) Wohnung doch bewilligt. Keine Frage, diese 72-jährige hat nicht nur Herz, sondern auch Biss. Und sie will sich auch in Zukunft für Menschen, die beim Thema Rente, Pflege, Behinderung oder etwa Hartz-IV Unterstützung benötigen, stark machen: „Der Rücken macht zwar nicht mehr so mit, wie ich das gerne hätte, aber der Kopf. Und das ist doch das Entscheidende, oder?“ 

Info: Karin Gisbertz berät Dienstags und Mittwochs von 10 bis 13 Uhr, SoVD-Geschäftsstelle Mönchengladbach, Regentenstr.67

 

04/14/16

Gute Stimmung und zufriedene Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung 2016

Der Kreisvorsitzende Reinhard Heinen
Der Vorsitzende des Kreisverbands Mönchengladbach, Reinhard Heinen

Da strahlte nicht nur der Kreisvorsitzende Reinhardt Heinen: Der Saal der Gaststätte Haus Eicken war gut gefüllt, viele Mitglieder des SoVD in Mönchengladbach ließen es sich nicht nehmen, an der Jahreshauptversammlung des Kreisverbands am 14. April persönlich teilzunehmen. Dieses rege Interesse wertete Heinen in seiner launigen Ansprache gleich zu Beginn als „Ehre und eine schöne Anerkennung für den Vorstand“. Außerdem freute Heinen sich darüber, dass auch SoVD-Landesgeschäftsführer Markus Gerdes und SoVD-Landespressesprecher Matthias Veit zu der Versammlung gekommen waren.

Heinen zog eine positive Jahresbilanz, auch mit Blick auf die Sozialberatung, die der SoVD in der Geschäftsstelle in Mönchengladbach anbietet. Viele Menschen hätten Beratungsbedarf, wenn es Streit mit den Kostenträgern gibt, etwa der Pflegekasse oder der Rentenversicherung. Häufig gehe es um Pflegestufen, Behinderungsgrade und Hilfsmittel. Der SoVD, so Heinen, habe den Anspruch, den Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen: „Und in fast jedem zweiten Fall sind wir dabei schon im Vorverfahren erfolgreich, also ohne dass es zu einem Gerichtsprozess kommen muss“. In diesem Zusammenhang las Heinen den Dankesbrief einer 35jährigen Dame vor, die mit Hilfe des SoVD ihr gutes Recht doch noch durchsetzen konnte.

In der Versammlung wurde angesprochen, dass die Geschäftsstelle des SoVD in Mönchengladbach bisher keinen Behindertenparkplatz hat. Der Vorsitzende hat dies aufgenommen und inzwischen  einen Antrag bei der Stadtverwaltung gestellt. Der Parkplatz könne ohne große Kosten hergerichtet werden, da der Bürgersteig bereits an dieser Stelle abgesenkt sei und  man nur noch ein entsprechendes Schild anbringen müsse.

Heinen ging in seinem Vortrag auch auf das Thema Altersarmut ein. Der Blick in die Zukunft bereite ihm Sorgen. Fast jeder zweite Arbeitnehmer sei in Zukunft von Altersarmut betroffen, wie eine Studie des WDR ergeben habe. Angesichts dieser Prognose müssten die Politisch handelnden gemeinsam eine vernünftige Lösung finden.

Einen besonderen Dank für Ihre ehrenamtliche Tätigkeit galt der Sozialberaterin und stellvertretenden Vorsitzenden Karin Gisbertz. Heinen bedankte sich dafür bei ihr mit anerkennenden Worten und einem Blumenstrauß. Sie war jahrelang hauptamtlich als Sozialberaterin für den SoVD tätig und erklärte sich im Ruhestand dazu bereit, diese Aufgabe auf ehrenamtlicher Basis fortzuführen. Für viele Menschen in der Region und den Verband ist sie seitdem so etwas wie eine „Heldin des Alltags“.

Und zum Glück sind auch die meisten Mitglieder dem Verband seit Jahren treu. Ihr 10jähriges SoVD-Jubiläum feiern in diesem Jahr Ingeborg Böhm, Karl Heinz Caspers, Monika Caspers, Maria Dolling, Ralf Else, Dagmar Giffels, Dieter Hoffmann, Marion Klüfers ,  Herbert Knecht, Gisela Rober, Peter Schmickartz, Helmut Stappen, Stephanie Vogels – Else und Uwe Zessin.

 „Wir sind ein erfolgreicher Verband, der vielen Menschen hilft“, so Landesgeschäftsführer Markus Gerdes. „Wir wollen aber noch bekannter werden bei den Menschen, die uns möglicherweise brauchen. Nicht nur, aber auch am Niederrhein.“  Im Spätsommer werde es eine landesweite SoVD-Kampagne mit dem Titel „Ich bin nicht behindert, ich WERDE behindert“ geben, die auch dazu beitragen werde, den SoVD als Marke zu stärken.

Landespressesprecher Matthias Veit griff diesen Punkt auf und schwor die Mitglieder auf die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke ein. Die Kampagne werde aus mehreren Veranstaltungen und Protestaktionen vor Ort bestehen, werde aber „online, mit allen Mitteln, die uns im Internet zur Verfügung stehen“, begleitet. Bilder und Filme könnten die Probleme, wie etwa die mangelnde Barrierefreiheit in NRW, die Diskriminierung von Behinderten und weitere soziale Missstände viel besser verdeutlichen als reine Forderungen in Textform. „Das wird eine Kampagne zum Mitmachen. Und wir hoffen, damit viel bewegen zu können. Denn die Politik in NRW bewegt sich noch viel zu wenig.“  

Die Vorträge stießen auf viel positive Resonanz. Nach Beendigung der Versammlung wurde der Vorsitzende von verschiedenen Mitgliedern angesprochen: „Macht weiter so, Ihr habt den richtigen Weg eingeschlagen.“

Die Jubilare (von links nach rechts): Josef Baumanns ( 50 J.), Josef Pauen (30 J.) , Heinz Meier (30 J.), Karin Gisbertz (30 J.), Michael Pillen(25 J.), Josef Hormes (25 J.) , Reinhardt Heinen  (Vorstandsvorsitzender)

Die Jubilare (von links nach rechts): Josef Baumanns ( 50 J.), Josef Pauen (30 J.) , Heinz Meier (30 J.), Karin Gisbertz (30 J.), Michael Pillen(25 J.), Josef Hormes (25 J.) , Reinhardt Heinen (Vorstandsvorsitzender)

11.03.2015

Der Kreisverband hat seine Jahresmitgliederversammlung am 6. März durchgeführt. Näheres dazu erfahren Sie in Kürze hier.





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